Lage und Allgemeine Informationen
Die Villacher Alpe ist eine Bergkette in Mittelkärnten. Durch die freistehende Lage mitten im Land errichtete man eine Sendeanlage am höchsten Gipfel, dem Dobratsch (2145 Meter über dem Meer).
Bis 1800 Meter führt die Villacher Alpenstraße, ausgehend vom Stadtteil Möltschach. Die sehr gut ausgebaute Straße mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 70 km/h wendet sich in vielen Kehren (insbesonders am Anfang) hinauf auf die Villacher Alpe. Auf etwa 1700 Meter befindet sich der oberste Parkplatz bei der Almhütte Rosstratte. Hier endet die Mautstraße.
Im Zuge des Neubaues des Gipfelhauses 2010/11 wurde der bislang sehr enge Wanderweg von der Rosstratte bis zum Dobratschgipfel erheblich verbreitert, damit die LKWs zur Baustelle gelangen. Damit ist es theoretisch möglich bis zum Gipfel weiterzufahren, jedoch besteht ein Fahrverbot.
Die Gehzeit auf den Gipfel beträgt etwa 1 bis 1einhalb Stunden, je nach Gehtempo und Witterungsbedingungen. Besonders an sonnigen Wochenenden im Sommer und Herbst ist der Dobratsch ein gut frequentierter Wanderberg, Parkplätze werden rasch knapp.
Auch im Winter begeben sich viele Villacher auf den Dobratsch, da er in dieser Zeit mautfrei ist. In dieser Jahreszeit ist er ein beliebtes Ziel für Tourengeher.
Details
Lage
Höhe über dem Meer: 2125
Höhe des Mastens: 167 m
Koordinaten: 13° 40' 22'' Ost / 46° 36' 11'' Nord
Übertragene Programme
UKW
Derzeit werden folgende UKW-Programme vom Dobratsch gesendet:
| Name | Freq. | ERP | RDS |
| Ö1 | 92,8 | 100 kW | OE_1 |
| Radio Kärnten | 97,80. | 100 kW | Radio_K |
| Hitradio Ö3 | 90,4 | 100 | HITRADIO __OE_3 |
| FM4 | 102,9 | 100 kW | _FM4_ |
| Antenne Kärnten | 104,9 | 100 kW (125) | ANTENNE_ KAERNTEN |
| Radio Dva/Agora (ORF Agora) | 105,5 | 10 kW | __ORF___ AGORA___ 2-AGORA_ AGORA___ |
In den ersten Jahren des Dobratsch sendeten nur die 3 Programme des ORF (Ö1, Radio Kärnten und Ö3). Dabei wurde für Ö3 die Frequenz 101,20 verwendet, die anderen Programme waren bereits damals auf ihren heutigen Frequenzen. Später folgte FM4 sowie Antenne Kärnten. Zuletzt startete Radio Agora/ORF Agora auf 105.50
In den Köpfen der Kärntner haben sich die Frequenzen des Dobratsch stark eingebrannt. So wissen die meisten Kärntner, dass Ö3 auf 90.40 oder Radio Kärnten auf 97.80 sendet.
TV (DVB - T):
| Name | Kanal | ERP |
| ORS MUX-A/Kärnten-Tirol | 24 | 150 kW |
| ORS MUX-B | 30 | 150 kW |
Mit 150 kW ist der Dobratsch die stärkste Sendeanlage Österreichs.
Am 24. September 2007 wurden die analogen TV - Frequenzen eingestellt.
Allgemeines und Geschichte
Die Sendeanlage ist ein 167 Meter hoher Hyrbidturm, also ein Stahlmast mit GFK-Antennenzylinder, der auf eine Stahlbetonkonstruktion aufgesetzt wurde. Die Sendeanlage ist 3-fach abgeschirmt.
Der Dobratsch ist die höchstgelegene "Großsendeanlage" in Österreich. Gemeinsam mit dem Kahlenberg ist er die höchste und größte Rundfunksendeanlage Österreichs.
Zur besseren Wartung wurde eine Seilbahn nach Bad Bleiberg gebaut, diese ist jedoch für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.
Die Programme werden über ein digitales Leitungsnetz der Telekom Austria zugeführt. Ersatzweise steht für UKW Empfang über Satellit sowie Ballempfang vom Sender Graz 1/Schöckl zur Verfügung.
Die UKW-Antennen sind horizontal montiert mit den Hauptstrahlrichtungen 75° und 305°. Die UHF-Antennen für DVB-T senden horizontal im GFK-Zylinder in die Richtungen 75°, 180° und 325°. Weiters befinden sich auf dem Mast Empfangsantennen für Reportagefunk und Ersatzzubringung, Funk- und Richtfunkantennen für Polizei, Alpe-Adria Pipeline, Mobilfunk etc.
Die Netzanspeisung erfolgt über eine 20 kV-Leitung von Kelag Netz, der Durchschnittliche Stromverbrauch pro Jahr beträgt 2,0 MWh.
Für die Notstromversorgung steht ein 2 x 280 kW Dieselmotor und ein 2 x 400 kVA Synchrongenerator zur Verfügung mit drei Dieseltanks mit je 13.000 l Fassungsvermögen.
Quelle: Informationen über den Mast lt. Info-Broschüre der ORS (http://www.ors.at/view08/ors.php?mid=206)
Bis Anfang der 1970er Jahre wurde Zentralkärnten, also Villach und Klagenfurt vom Pyramidenkogel versorgt (abgesehen der Füllsender). Da dieser Standort für eine wirklich gute Versorgung jedoch zu tief lag, suchte man einen besser gelegenen Standort. Der mächtige Dobratsch mit freier Sicht auf ganz Mittel- und Unterkärnten war dafür scheinbar perfekt geschaffen.
1969 begann der Bau des Senders, 1971 erfolgte die Eröffnung nach einmonatigen Probebetrieb.
Seit diesen Jahr versorgt der Dobratsch ganz Mittel- und Unterkärnten mit Fernseh-und Radioprogrammen des ORF, und später auch der Privaten.
Versorgungsgebiet
Der Dobratsch versorgt ganz Mittel- und Unterkärnten, sowie Teile des Drau und Gailtales mit digitalem Fernsehen und UKW Programmen. Durch die exponierte Lage benötigt man besonders in Mittelkärnten wenig Füllsender, da er auch in die meisten Alpentäler noch sehr gut hineinkommt.Jedoch ist der primäre Auftrag des Dobratschs nicht unbedingt die Versorgung ganz Mittelkärnten, sondern die Zuführung via Ballempfang der Signale für die unzähligen Umsetzer in ganz Mittel- und Unterkärnten. Dies macht den Dobratsch besonders wertvoll für die Versorgung Kärntens.
Die Reichweite des Dobratsches ist jedoch noch viel größer. Zusätzlich zu den genannten Bereichen werden auch noch ganz Nordslowenien bis Ljubljana sowie das Kanaltal (Valle Canale) in Italien versorgt. Der Dobratsch ist auch in Teilen der Steiermark und in Ungarn ständig und gut empfangbar, jedoch ist die Reichweite im Vergleich zu anderen Großsendern eher bescheiden.
Um sich das Versorgungsgebiet bzw. die Reichweite des Senders am Dobratsch besser veranschaulichen zu können, gibt es hier eine Reichweitekarte, berechnet mit 100 kW, d.h. es gilt für alle vom Dobratsch auf UKW übertragenen Programme mit Ausnahme von Radio Dva – Agora.
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Bilder
Datum der Bilder 1-3: 03. April 2011; Bilder 4-12: 02. Oktober 2011; Rest: 01. Mai 2010
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Übersichtsfotos
Detailfotos
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