Lage und Allgemeine Informationen
Der Nanos ist ein Karst-Bergrücken im Südwesten Sloweniens nahe der Stadt Postojna. Er zieht sich von Norden nach Süden, an seiner südlichsten Stelle ist er zugleich mit 1260 Metern auch am Höchsten. Hier bricht er dann steil ab. Zusammenhängend kann man sagen, dass der Nanos mit seinen nördlichen Bergketten in etwa eine Verbindung zwischen den Alpen und den Dinarischen Gebirge herstellt, die im Süden sich bis Montenegro fortsetzen. Der Nanos beherbergt die ältesten Gesteinsarten Sloweniens (300.000 bis 350.000 Jahre)
Zusammen mit den nördlichen Fortsetzen ist der Nanos der Ausgangspunkt starker Fallwinde, die sogenannte Bora die im Winter oft mit mehr als 100 km/h vom Nanos Richtung Meer blähst. Daher sind auf der Südseite des Nanos Windmessgeräte angebracht, da es hier starke Böhen geben kann, die eine Gefahr für den Verkehr darstellen.
Außerdem trennt der Nanos das Klima: Während es hinter dem Nanos eher kontinental geprägt ist, herrscht vor dem Nanos Richtung Meer ein Mittelmeerklima mit heißen Sommern und milden, niederschlagsintensiven Wintern.
Durch seine Lage als freistehendes Massiv eignet sich der Nanos als perfekter Rundfunkstandort.
Geschichte
1953 bis 1954 folgten erste UKW-Sendetests mit einem 30 W Sender. Da diese erfolgreich waren, wurde 1955 mit einem 250 W Sender der Firma Rohde&Schwarz regulär am Nanos gesendet. 1957 begann man mit der Ausstrahlung des italienischen Programmes der RAI mit einem 300 W Sender. (Dieses wurde per Ballempfang vom nur etwa 15 km entfernten Monte Belvedere übernommen). Eine Richtfunkstrecke zum Rundfunkzentrum der damaligen jugoslawischen Teilrepublik wurde wenige Jahre später errichtet.1960 errichtete man auf Wunsch Belgrads (Dass die Wichtigkeit des Senders Richtung Italien bemerkte) der Ausbau des Senders am Nanos. Ein 50 Meter hohe Sendemast war das Herzstück der neuen Anlage. Am 15. Dezember 1962 war die offizielle Eröffnung. Ab nun wurden zwei UKW Programme ausgestrahlt, eines mit 250W und eines mit 1 kW.
1969 zerbrach der Sendemast wegen eines Sturmes mit mehr als 250 Stundenkilometer Wind und starken Schneefalls.
1970 wurden neue UKW-Sender angeschafft, die damals zu den modernsten in Europa zählten. Auf dem 42 Meter hohen Turm wurde mit 3 kW Senderausgangsleistung gesendet, zusätzlich auch auf UHF und VHF. Anfang der 1970er Jahre begann die Ausstrahlung von Farbprogrammen, vorläufig für TV Koper. (das auch weite Teile Italiens versorgte)
In den 80er Jahren wurde auch "Radio Capodistria" neben "Radio Koper" gestartet.
Am Freitag, 28. Juni und am Dienstag, 02. Juli 1991 wurde auch das Gebäude am Nanos von den kriegerischen Auseinandersetzungen getroffen, es trag vorallem die UHF-Sendeantennen. 1992 wurde im unabhängigen Slowenien der Sendeturm erweitert, die Schäden repariert und Mitte der 90er begannen auch private Programme vom Nanos zu senden.
Sendegebiet
Der Nanos hat heute ein gewaltiges Sendegebiet. Durch seine freistehende Lage versorgt er weite Teile der slowenischen Region Innerkrain (rund um Postojna) und Richtung Koper und Nova Gorica.Vorallem aber Richtung Italien erzielt er eine gute Reichweite: Auf DVB-T ist er Ortssender bis hinter Venedig, und auch auf UKW ist er, sofern er nicht von Gleichkanalstörungen durch die Italiener beeinträchtigt wird, bis hinter Venedig gut empfangbar.
Details
Lage
Höhe über dem Meer: 1245
Koordinaten: 14° 03' Ost / 45° 46' Nord
Übertragene Programme
| Name | Freq. | ERP | RDS |
| Radio Koper | 88,60 | 25 kW | RADIO_KP |
| Slovenija 1 | 92,90 | 25 kW | _SLO_1__ |
| Val 202 | 95,30 | 25 kW | VAL_202_ |
| Radio Capodistria | 103,10 | 100 kW | CAPODIST |
| ARS | 103,70 | 25 kW | __ARS___ |
Bilder
Datum der Bilder: 26. November 2011; Letze 2 Bilder vom 06. März 2010
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